Abstract
Individualisierte Planung ist ein international weit verbreitetes Phänomen, das weltweit auf eine lange Tradition zurückblickt. In der italienischen Schulpraxis wird der individuelle Bildungsplan (IBP) seit fast drei Jahrzehnten angewandt, aber dennoch zeigen sich nach wie vor zahlreiche Schwierigkeiten – sei es in Bezug auf seine Natur als Dokument, sei es hinsichtlich seiner Ausarbeitung oder Umsetzung in der täglichen Praxis. Der vorliegende Beitrag gibt erste Einblicke in die Ergebnisse einer Forschung, welche die Beziehung zwischen dem IBP und der Planung für die Klasse aus Sicht der Lehrpersonen untersucht. Er fokussiert dabei einen konkreten Fall, in dem nach der Montessori-Pädagogik gearbeitet wird. Die Ergebnisse der qualitativen Inhaltsanalyse werden anhand von beispielhaften Interviewausschnitten illustriert und zeigen, wie die Lehrpersonen die Beziehung zwischen IBP und Klassenplanung wahrnehmen und zeigen das mögliche verbindende Potential des Montessori-Ansatzes.