Abstract
Neuartige Technologien wie Drohnen, telemedizinische Vernetzungen mit der damit verbundenen Sensortechnik sowie tragbare Ultraschallgeräte haben das Potenzial, die notfallmedizinische Versorgung und die Expeditionsmedizin qualitativ signifikant zu verbessern. Drohnen bieten in der Alpin- und Höhenmedizin eine kostengünstige und leistungsfähige Unterstützung bei der Suche nach vermissten Personen, beim Notfallmanagement und bei der Lieferung medizinischer Ausrüstung. Die Telemedizin kann im Gebirge und in abgelegenen Regionen durch Fernkonsultationen und -überwachungen die medizinische Versorgung verbessern, Ressourcen und Krankenhausaufenthalte gezielter einsetzen und dadurch dem Ärztemangel entgegenwirken. Notfälle können sowohl in Berghütten als auch bei Expeditionen telemedizinisch versorgt werden. Point-of-Care Ultrasound (POCUS) durch geschultes Personal ermöglicht eine rasche diagnostische Beurteilung in prähospitalen und abgelegenen Gegenden und unterstützt die Diagnose von Traumata, Schock, Dyspnoe und höhenbedingten Krankheiten. Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten dieser Technologien in der Alpin- und Höhenmedizin und liefert Beispiele aus Praxis und Forschung.