Abstract
„Die Deutschen hatten den Stern gebracht, als die Russen weggezogen waren, aber ansonsten war alles nicht so schlimm geworden, wie es die Leute damals gesagt hatten.“ (S. 8 f.) So die Gedanken Malkas, der kindlichen Hauptfigur, zu Beginn des zeitgeschichtlichen Jugendromans. Doch Malkas zunächst noch naive Sicht ändert sich rasch. Denn im weiteren Verlauf wird die Geschichte ihrer Flucht erzählt, die gleichzeitig die Geschichte von Mutter und Tochter ist. Mirjam Pressler hat in ihrem Roman die Kindheitserinnerungen der heute in Israel lebenden, realen Person Malka Mai aufgegriffen und ihnen eine fiktionale Form gegeben, durch die menschliche Erfahrungen aus der Innenperspektive erlebbar werden.