Abstract
Dieser Beitrag stellt eine mikrosoziolinguistische Studie vor, die im chinesischen Geschäftsviertel der Stadt Wien durchgeführt wurde. Das chinesische Geschäftsviertel befindet sich im 4. Wiener Gemeindebezirk in der Gegend um den multiethnischen Naschmarkt und beherbergt u. a. mehrere chinesische Supermärkte, China-Restaurants, ein Reisebüro, einen Buchladen, verschiedene Vereinsbüros sowie Sprachschulen.1 Wie die von einer Gruppe Wiener Sinologen herausgegebene Publikation Vienna Chinatown Invisible2 zeigt, stützt sich die eher unauffällige chinesische Migrantengemeinschaft auf drei Säulen, die ein internes soziales Netzwerk bilden und als möglicher Weg zur Integration betrachtet werden können: Vereine, Schulen und Medien. Die zahlreichen Vereine vermitteln Wissen über die Mehrheitsgesellschaft, die Schulen bieten Chinesisch-Kurse für Kinder mit Migrationshintergrund sowie spezielle DaZ-Kurse für Chinesen an.