Abstract
Neuere Beiträge zur Wortschatz-vermittlung im gesteuerten DaF-Unterricht gehen über die Wortgrenze hinaus und setzen als Grundelement der zu erlernenden Sprache
Konstruktionen (Goldberg) und den Ausdruck als Kristallisationspunkt für Kombinations- und
Selektionspräferenzen (Feilke) an. Dieser neue Blick auf die Sprache kann mit Hilfe von Korpusrecherchen in den Sprachunterricht eingebracht werden. Das umfassende Ziel, den gesteuerten Spracherwerb als Data Driven Learning mit Hilfe von Korpusrecherchen
auf eine neue Grundlage zu stellen, wurde nicht erreicht und die bisher vorgelegten Erfahrungsberichte betreffen kaum mehr als Nischenangebote im Panorama
des Fremdsprachenunterrichts. In diesem Beitrag werden positive didaktische Erfahrungen mit Korpora vorgestellt und analysiert, die in der dreisprachigen Arbeitsumgebung
der Freien Universität Bozen entstanden sind. Gesteuerte Korpusrecherchen mit einem gemeinsamen Interface für Korpora in den drei Arbeitssprachen Deutsch, Italienisch und Englisch erweisen sich dabei nicht nur als ansprechendes Angebot für fortgeschrittene
Studierende, sondern auch als Werkzeug für die Erarbeitung einer grundlegend neuen Haltung der italienischen Studierenden gegenüber dem Ziel des Erlernens der Zweitsprache Deutsch und allgemein, für den Umgang mit Sprachen in
Situationen des täglichen Sprachkontakts und des Schreibens in der Zweitsprache.
Neuere Beiträge zur Wortschatz-vermittlung im gesteuerten DaF-Unterricht gehen über die Wortgrenze hinaus und setzen als Grundelement der zu erlernenden Sprache
Konstruktionen (Goldberg) und den Ausdruck als Kristallisationspunkt für Kombinations- und Selektionspräferenzen (Feilke) an. Dieser neue Blick auf die Sprache kann mit Hilfe von Korpusrecherchen in den Sprachunterricht eingebracht werden. Das umfassende Ziel, den gesteuerten Spracherwerb als Data Driven Learning mit Hilfe von Korpusrecherchen auf eine neue Grundlage zu stellen, wurde nicht erreicht und die bisher vorgelegten Erfahrungsberichte betreffen kaum mehr als Nischenangebote im Panorama des Fremdsprachenunterrichts. In diesem Beitrag werden positive didaktische Erfahrungen mit Korpora vorgestellt und analysiert, die in der dreisprachigen Arbeitsumgebung der Freien Universität Bozen entstanden sind. Gesteuerte Korpusrecherchen mit einem gemeinsamen Interface für Korpora in den drei Arbeitssprachen Deutsch, Italienisch und Englisch erweisen sich dabei nicht nur als ansprechendes Angebot für fortgeschrittene Studierende, sondern auch als Werkzeug für die Erarbeitung einer grundlegend neuen Haltung der italienischen Studierenden gegenüber dem Ziel des Erlernens der Zweitsprache Deutsch und allgemein, für den Umgang mit Sprachen in Situationen des täglichen Sprachkontakts und des Schreibens in der Zweitsprache.