Abstract
Personalentwicklung wird als bedeutsames Instrument der Schulleitung beschrieben, um die Einzelschule mit hoher Qualität der Lehrerarbeit weiterzuentwickeln. Dabei kommen Maßnahmen sowohl in Bezug auf das individuelle Lernen der einzelnen Lehrperson als auch das gemeinsame und das voneinander Lernen innerhalb des Kollegiums in den Blick. Wir berichten hier aus der ersten Teilstudie einer umfassenden Untersuchung zur Frage nach Gelingensbedingungen für Personalentwicklung und beschreiben einen
Ist-Zustand zur Personalentwicklung aus der Perspektive von Schulleitungen zweier schweizer Kantone und eines deutschen Bundeslandes. Ihrer Sichtweise kann entnommen werden, welchen Stellenwert Personalentwicklung einnimmt, welche Strukturen für den fachlichen Austausch und das gemeinsame
Lernen genutzt werden und inwiefern die Heterogenität im Kollegium für organisationales Lernen genutzt wird. Die Ergebnisse bestätigen den bisherigen Stand der Forschung, nach dem Personalentwicklung an den Schulen allgemein erst wenig konsequent und wenig systematisch verfolgt wird. Zugleich erlauben die ausgewählten Befunde zu bilanzieren, dass das Potenzial kollektiven Lernens vielerorts noch nicht ausgeschöpft wird.