Abstract
Fotografiebasierte Methoden wie Autofotografie und Photovoice zählen zu den an Partizipation orientierten Methoden der Kindheitsforschung. In zwei Projekten, in denen Kindergartenkinder aufgefordert wurden, in Innen- und Draußenräumen ihrer Kindergärten zu fotografieren, nahmen sie immer wieder auch Selfies auf, fotografierten sich wechselseitig und machten Fotos von den Forscher:innen. Die komparativ angelegten dokumentarischen Interpretationen der Fotos, die in diesem Beitrag exemplarisch angeführt werden, verdeutlichen das besondere Erkenntnispotenzial der Bild- bzw. Fotoanalyse. Lässt man die von den Kindern aufgenommenen Fotos ‚für sich sprechen‘, wird deutlich, dass nicht Beziehungen abgebildet oder beschrieben werden, sondern dass Identitäts- und Beziehungskonstellationen und -möglichkeiten performativ entworfen werden.