Abstract
Im Sommer 2017 drohte Wien damit, am Brenner Panzer einzusetzen, um migrierende Menschen aus dem Süden daran zu hindern, über die Grenze nach Österreich zu gelangen. Das italienische Außenministerium bestellte daraufhin den österreichischen Botschafter ein; die Europäische Kommission war in Alarmbereitschaft. Am Ende löste sich das Ganze in nichts auf: Die Kampffahrzeuge blieben in der Kaserne, doch die Symbolwirkung war groß. Eine Einschätzung von Andrea Di Michele, Historiker an der Universität Bozen.