Abstract
Wer Kinder in ihrem mathematischen Können, Denken und Verstehen dort-hin begleiten möchte, wo sie noch nicht waren, muss sie erst einmal dort abholen, wo sie stehen. Das erfordert das möglichst individuelle Erfassen ihrer jeweils aktuellen Lernstände. Der Beitrag möchte Möglichkeiten aufzeigen, sich diesem höchst anspruchsvollen Ziel in den ersten Wochen des ersten Schuljahres zumindest anzunähern: nicht als Zusatzaufgabe zum Un-terrichten von Mathematik, sondern als ein Nebenprodukt von guten Mathematik-Aufgaben, die, sofern gut, immer auch differenzierte Einblicke in kindliche Denkweisen ermöglichen.