Abstract
Der Autor betrachtet Schulentwicklung "nicht als ein bildungspolitisches Programm, als eine zu leistende Aufgabe, sondern als eine Kategorie, die es erlaubt, solche bildungspolitischen Programme und Maßnahmen vergleichend zu beschreiben. Er konzentriert sich auf das Problem der Bildungsbeteiligung und bildungspolitischer Steuerungsmechanismen zur Flexibilisierung des Schulsystems und die Bedeutung, die dem Thema Evaluation dabei zukommen könnte.... Ein erster Teil befasst sich mit historischen Hypotheken, mit denen Überlegungen zur Schulentwicklung gegenwärtig belastet sind. Ein zweiter Teil skizziert Elemente der Produktion europäischer Bildungsreformsemantik. Ein dritter Teil nutzt einen knappen und zugespitzten Ländervergleich, um zwei unterschiedliche, als äquivalent interpretierte Instrumente zur Flexibilisierung des Schulsystems in den Blick zu nehmen: staatliche bzw. professionelle Steuerung im Medium von Evaluation und marktförmige freie Schulwahl."