Abstract
[...] Neben der insgesamt durchschnittlichen geringen (funktionalen) Lesekompetenz haben die Ergebnisse der PISA-Studie gerade für Deutschland einen großen Unterschied zwischen den Lesefähigkeiten von Jugendlichen nicht deutscher Herkunftssprache und deutschsprachigen Jugendlichen aufgezeigt [...]. Da Lesen in unserer literal geprägten Kultur zentral ist, lässt sich aus den Ergebnissen schließen, dass Kinder mit Migrationshintergrund im deutschen Schulsystem keiner wirklichen Chancengleichheit begegnen. [...] Diese Gedanken als Hintergrundfolie möchte ich in dem folgenden Artikel der Frage nachgehen, was Lesen für die kindliche Entwicklung bedeuten kann und exemplarisch an einem Projekt der Zusammenarbeit von Bibliothek und Universität einen möglichen Weg der Leseförderung aufzeichnen.