Abstract
Der Beitrag untersucht visuell (und narrativ) saliente Darstellungen von Diversität in deutschsprachigen Bilderbüchern (Originale und Übersetzungen) der Freien Universität Bozen. Auf Grundlage eines Korpus von 50 narrativen Bilderbüchern wurden Figuren als Träger:innen von körperbezogenen, ethnischen und sozialen Differenzmerkmalen quantitativ erfasst und analysiert. Besonders häufig zeigte sich das Merkmal Hautfarbe, wobei BIPoC-Figuren meist nur randständig oder tokenistisch dargestellt werden. Die qualitative Analyse offenbart, dass Sichtbarkeit allein nicht Empowerment fördert. Vielmehr bedarf es – insbesondere für Pädagog:innen – Kompetenzen zur Analyse von Diversitätsdarstellungen. Der Beitrag plädiert folglich für eine sensibilisierte Literaturauswahl in der Lehramtsausbildung