Abstract
Im folgenden Beitrag wird zunächst anhand konkreter Beispiele verdeutlicht, wie „Differenzierung“ im Mathematikunterricht der Primarstufe im Einklang mit aktuellen fachdidaktischen Erkenntnissen besser nicht verstanden werden sollte (8.1) – und wie stattdessen lernförderliche Differenzierung sich immer dann einstellt, wenn gute Aufgaben im Unterricht auch gut inszeniert werden (8.2).
Letzteres erfordert von den Lehrkräften hohe, vor allem auch hohe fachliche und fachdidaktische Kompetenzen, die in weiterer Folge (8.3) näher erläutert werden.
Auch noch so kompetente Lehrkräfte sind freilich damit konfrontiert, dass dem Fach Mathematik eine Lernhierarchie (8.4) eigen ist, die der Differenzierung im Klassenverband Grenzen setzt. Welche das sind und wie auch diese Grenzen durch schulorganisatorische Maßnahmen im Interesse der Kinder zumindest verschoben werden könnten, wird abschließend diskutiert (8.5).