Abstract
Selbst ausgereifte Technologien haben Nebenwirkungen (sogenannte). Es läßt sich dann über Sicherheit diskutieren und über Risiken - vertretbare natürlich oder unvertretbare: über radioaktive Niedrigstrahlung etwa oder über Atommüll der jahrtausendelang vor sich hin strahlt. Technologien können auch versagen, und dies kann fatal sein - wie Tschernobyl gezeigt hat. Technologien können in falsche Hände geraten, können destruktiv eingesetzt werden - nicht erst seit Hiroshima. Folgerichtig hat sich die Diskussion um das Gefährdungspotential der Atom-Technik lange Ze an den Dimensionen der Gefahr für Leben und Gesundheit einerseits und andererseits an der Gefahr für den Frieden orientiert. Damit kreiste die Diskussion schwerpunktmaßig um Fragen der Sicherheit der Atom-Technik, was sich in einer naturwissenschaftlich-technischen Argumentatiohsweise niederschlug, sowie um Fragen der Gefährdung des Friedens und der Zukunft kommender Generationen, was eher ethisch angegangen wurde. Spätestens seit Robert Jungks ,,Atomstaat" hat diese Diskussion über das Gefährdungspotential der Atom-Technik eine neue Dimension erreicht: die der Gesellschaft. Eine freie, demokratische Gesellschaft und die Anwendung einer derart zerstörerischen Energie - geht das überhaupt zusammen?