Abstract
Im Kapitel 1, der Einleitung, wird zugleich mit der Frage nach der Eigenschaft des Netz-Mediums, als Katalysator gesellschaftlicher Transformationen zu fungieren, die Zielsetzung des gesamten Aufsatzes entwickelt, und zwar vor dem Hintergrund kritischer Überlegungen zum Stellenwert zeitdiagnostischer Gesellschaftsbegriffe. Im Kapitel 2 werden daraufhin Leitfragen formuliert, zur Erschließung der Einflüsse des Netz-Mediums auf gesellschaftliche Transformationsprozesse, wobei diese nicht nur deskriptive, sondern auch emanzipatorische Erkenntnisinteressen befördern sollen. Im Kapitel 3 wird dann erörtert, wie technisch-mediale und wahrnehmungs-, kommunikations- und handlungsbezogene Momente in Verbindung zueinander treten und durch ihre Konvergenz eine charakteristische Entwicklungsdynamik erzeugen. Vor diesem Hintergrund wird in Kapitel 4 eine Grundsatzthese zur Strukturierung des Zusammenhangs von gesellschaftlichen Transformationsprozessen und den Einflüssen des Netz-Mediums entwickelt, wobei die Bedeutung von Rekonfigurationen im Verhältnis von Raum und Zeit sowie Virtualität und Realität betont wird. Sodann werden, im Kapitel 5, vier Forschungsfelder ausgewiesen, nämlich "Identität und Gemeinschaft", "Wissen und Wirtschaften", "Privatheit und Öffentlichkeit" sowie "(Un‑)Sicherheit und Vertrauen" und mit Hilfe von Beispielen erläutert. Im Kapitel 6 wiederum, wird ein begriffliches Modell ausgeführt und zu Zwecken der Erschließung des Zusammenhangs von Medien, Technik und Gesellschaft diskutiert, wobei angestrebt wird, theoretische und empirische Anliegen sinnvoll miteinander verknüpfen zu können. Schließlich wird im Kapitel 7, dem Resümee, die eingangs gestellte Frage nach der Eigenschaft des Netz-Mediums, als Katalysator gesellschaftlicher Transformationsprozesse zu fungieren, wieder aufgegriffen und einer erweiterten gesellschaftstheoretischen Perspektive folgend beantwortet.