Abstract
Rekonstruktive Auswertungsverfahren führen im Forschungsalltag zu analy-tisch-fundiertem Fallverstehen und empirisch geerdeten Theoriebildungen; sie erschöpfen sich nicht in der Reproduktion der Fallgeschichten. Welchen Beitrag können wissenschaftlich-fundierte Verfahren für die Soziale Handlungspraxis leisten? Fritz Schütze (1993, S. 196) formuliert den Gewinn wissenschaftlicher Analysekompetenzen für die Soziale Praxis indem er heraushebt, dass diese die Sozialarbeiterinnen befähigen müssen, „empirisch sicher und analytisch kon-zise festzustellen, was der Fall ist – dies auch, wenn die Fallpräsentation durch den oder die Klienten und/oder durch den oder die professionellen Akteur(e) mehr oder weniger verdeckt oder verschleiert wird.“