Abstract
Unabhängig von individuellen und persönlichen Qualitäten, Veranlagungen und Interessen werden Kinder oft aufgrund ihres Geschlechts in bestimmte Richtungen hin erzogen. Die Entscheidungen, die Kinder und junge Menschen bezüglich ihres Schul- und Berufswegs treffen, sind daher eng mit den Modellen und Erwartungen verknüpft, die in ihrem familiären, schulischen und sozialen Umfeld existieren. Zwischen Erziehung, sozialem Kontext und der Berufswahl bildet sich oft ein sich selbst nährender Prozess, der durch Vorurteile, überholte soziale Normen und Geschlechterstereotype zur Aufrechterhaltung des Status quo beiträgt (>Kapitel 6). Die folgenden Überlegungen veranschaulichen unterschiedliche Aspekte hinsichtlich Bildung und Wissenschaft.