Abstract
Unter der Leitidee einer Bewegungserziehung bildet und erzieht der Pflichtgegenstand Bewegung und Sport in der Primarstufe entlang des kulturellen und gesellschaftlichen Phänomens Bewegung und Sport. Grundlegende Bewegungsmuster wie z. B. das Rollen stehen im Mittelpunkt und thematisieren sportpädagogisch relevante Erfahrung, mit denen Kinder sich und die Welt wahrnehmen. Bewegungs- und Sportunterricht muss sich dabei speziell in inklusiven Schulen die Fragen stellen, welche Besonderheiten der Gegenstand mit sich bringt und wie chancengerechte Entwicklung für alle Schulkinder möglich ist (Boban & Hinz, 2009). Zentrale Diversitätskategorien, in denen sich Bildungs- und Erziehungsbarrieren in Schulen manifestieren sind u. A. Gender, Beeinträchtigung und Begabung (vgl. Kronberger, Kühberger & Oberlechner, 2016). Unter diesen Diskurssträngen sind Bildungschancen entlang von Kategorien bzw. deren Intersektionalität zu erkennen. Ein Bewegungs- und Sportunterricht, der in fachdidaktischen Prozessen sensibel mit Diversität umgeht, verspricht demnach eine Weiterentwicklung zur „Schule für alle und jede*n“. An dieser Stelle setzt der vorliegende Beitrag an. Im Rahmen der genannten Diversitätskategorien soll deren Bedeutung für die Auseinandersetzung mit Bewegung und Sport aufgezeigt, mit aktuellen fachbezogene Erkenntnissen dargelegt und für diversitätssensible Prozesse im Bewegungs- und Sportunterricht diskutieren werden.