Abstract
Bewegungen leisten über einzigartige Erfahrungen einen Beitrag zur Bildung, Erziehung und Kompetenzentwicklung der Schüler*innen. Als körperlich-leibliche Tätigkeit sind Bewegungen von bewussten und unbewussten Kognitionen begleitet und stehen in Wechselwirkung mit Gedächtnisstrukturen. Diesen Kognitionen wird jüngst verstärkt Bedeutung beigemessen und in unterschiedlichen Themenfeldern wie der Unterrichtsqualität, den Zielsetzungen des Faches oder dem kompetenzorientierten Sportunterricht diskutiert. Zumeist wird allerdings die Modalität nicht spezifiziert, worüber bewegungs- und sportbezogene Kognitionen erklärt werden. Dieser Text thematisiert den modus operandi von Kognitionen sowie das Modale zwischen Bewegungen und Kognitionen und möchte den Beitrag von fachspezifischen Kognitionen an der Entwicklung von Schüler*innen verdeutlichen. Dazu werden Grundannahmen zum Bewusstsein und zur Aufmerksamkeit aufgestellt, Aufmerksamkeitsprozesse in Bewegung und Sport dargelegt sowie Konsequenzen für kognitiv aktivierende Handlungen der Lehrperson im Sportunterricht herausgearbeitet. Dies soll die Berücksichtigung von Kognitionen in der Didaktisierung von Sportunterricht erleichtern.