Abstract
Heute, wo die Forderung nach Mehrsprachigkeit in Europa wohl nirgendwo auf Widerstand stoßen wird, spüren die Gebiete, in denen mehrere Sprachgruppen zusammenleben, einen stärkeren Druck als je zuvor. Sie werden von außen beobachtet, weil man annimmt, sie könnten den „Einsprachigen“ vorzeigen, wie die Probleme der mehrsprachigen Kommunikation im Alltag zu lösen sind. Der Druck rührt daher, dass, bei genauerem Hinsehen, viele Kontaktsituationen eher als ein Nebeneinander zweier einsprachiger Gruppen erscheinen als ein Miteinander. Vor diesem Hintergrund sollen Probleme der administrativen Fachsprache an der Schnittstelle zwischen Experten- und Laienkommunikation anhand von Südtiroler Beispielen dargestellt werden.