Abstract
Es ist bekannt, dass sich Graziadio Isaia Ascoli bei der Abfassung seiner berühmten Saggi ladini in erster Linie auf schriftliche Quellen stützte – neben einigen Abfragen, die er direkt vor Ort gemacht hat. Seine schriftlichen Quellen waren sowohl publizierte Werke als auch unveröffentlichte Manuskripte, die ihm zur Verfügung gestellt wurden. Eine solche unpublizierte Quelle Ascolis zum Dolomitenladinischen wird im vorliegenden Beitrag erstmals vorgestellt und ediert: Die Sammlung der originellsten ladinischen Wörter des Gadertaler Geistlichen Giovanni Terza. Die Liste enthält 387 Einträge aus dem oberen Gadertal, von denen ein rundes Dutzend der ladinischen Lexikographie bislang unbekannt war.