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Zivilreligiöse Identität in der Europäischen Union im Wechselspiel zwischen Einheit und Vielfalt: Konnexion als Ausweg aus der mimetischen Identitätskrise
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Zivilreligiöse Identität in der Europäischen Union im Wechselspiel zwischen Einheit und Vielfalt: Konnexion als Ausweg aus der mimetischen Identitätskrise

Minderheiten und Autonomien, 36, Peter Lang
2026
Handle:
https://hdl.handle.net/10863/53960

Abstract

Mit Blick auf die europäische Identität analysiert die Publikation das Motto der Europäischen Union „Einheit in Vielfalt". Als zentrale Grundlage zur Erklärung der Identitätskonstruktion dient die mimetische Theorie von René Girard, um Zivilreligion und Formen der Akkulturation in Mehrheiten- und Minderheitensituationen zu erklären. Insgesamt ergibt sich daraus der Entwurf eines Modells der „Konnexion", das eine „multiethnisch-loyale" Solidarität erlaubt und Identitätsvielfalt mit geteilten europäischen Werten in Einklang bringt, um auf einer ersten Ebene kulturelle Vielfalt zu schützen und auf einer zweiten Ebene gemeinschaftliche Werte zu fördern. Gemeinsame Werte und Institutionen sowie kulturelle Vielfalt sollten die Grundlage für eine postnationale, universalistische „Identität sui generis" in der EU bilden. So ein Wechselspiel aus Einheit und Vielfalt steht aber auch konträr zu einem Super-Nationalstaat wie den Vereinigten Staaten von Europa oder eines Europas der Vaterländer.
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