Abstract
Der Sturz Miloševics und die Wende im Oktober 2000 leiteten in Serbien einen Systemwechsel von der autoritären Herrschaft zu einem demokratischen Rechtsstaat ein. Das Buch „Serbien und die EU. Staatsreform und europäische Integration" zeigt deutlich die Wechselwirkung zwischen den internen Reformen in Serbien und dem Einfluss der EU. Die Analyse befasst sich mit der Reform der staatlichen Institutionen Serbiens im Lichte der Integration in die EU, da der EU wegen ihrer Nähe und Integrationspolitik die Rolle des wichtigsten „Außenfaktors" im Reformprozess in Serbien obliegt. Im Mittelpunkt der Analyse stehen institutionelle Fragen des Staatsaufbaus, und zwar die oberste Ebene der Staatsgewalt und die Verwaltung. Die Arbeit schildert die wesentlichen Mechanismen des EU-Einflussses auf den Reformprozess in Serbien. Der zentrale Gegenstand der Analyse sind zudem unterschiedliche Schwierigkeiten, auf die Serbien bei der Umsetzung der Grundsätze eines demokratischen Rechtsstaates stößt und die es daran hindern, der europäischen Forderung nach institutioneller Stabilität als Garantie für eine demokratische und rechtsstaatliche Rechtsordnung nachzukommen.