Abstract
Der Landadelige Osvaldo Ercole Trapp hat sich in einer Körperbeschreibung selbst von Kopf bis Fuß, außen und innen skizziert und seinen Lebensweg in autobiographischen Schriften nachgezeichnet. Diese Selbstzeugnisse bilden in der Arbeit den Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit frühneuzeitlichen Körper- und Selbstkonzepten in einem dreifachen Schritt: durch Textanalyse, über die Biographie und Familiengeschichte des Landadeligen sowie über Diskurse zu den Kontexten adelige Männlichkeit, Familie, Haus und Linie, Zeugungstheorien und Erziehung, Körpererfahrung und Körperbilder. Die Arbeit stellt einen Beitrag zur Selbstzeugnisforschung, zur Sozialgeschichte des Adels und zur Erfahrungs- und Duiskursgeschichte des Körpers dar.