Abstract
Karl Martin Holzhäuser ist Photograph, seine Bilder hingegen sind nur schwer als Photographien zu identifizieren. Holzhäusers Arbeiten sind kein Abbild der Wirklichkeit, seine Photos sind gegenstandslose, im Photolabor erzeugte Bilder. Durch selbst entwickelte Licht-Apparaturen, die mit unterschiedlichen Blenden und Farbfiltern bestückt werden, »malt« der Künstler seine Motive direkt auf das Photopapier.
Auch wenn Holzhäusers Werke meist nach mathematischen, seriellen Regelsystemen entstehen, so zeigt sich das Resultat seiner Arbeit in der Dunkelkammer erst auf dem entwickelten Papier. Das Buch liefert einen umfassenden Überblick über Holzhäusers faszinierendes Schaffen und spannt einen zeitlichen Bogen von den 1960er-Jahren bis hin zu aktuellen Arbeiten.