Abstract
Viele Länder der Erde sind mit ethnischen Konflikten und der Notwendigkeit des Schutzes nationaler Minderheiten konfrontiert. Regionale Territorialautonomie ist ein Weg, der Minderheitenschutz und interne Selbstbestimmung im regionalen Rahmen verbindet, ohne Staatsgrenzen verändern zu müssen. In rund 60 Regionen innerhalb von mindestens 22 Staaten konnten damit Konflikte nachhaltig gelöst und eine neue Partnerschaft zwischen Zentralstaat und regionaler Gemeinschaft aufgebaut werden. Nach einer theoretischen Einführung in das politische Konzept der Autonomie begibt sich der Autor auf eine „Reise durch die Welt der funktionierenden Autonomiesysteme“, die heute in allen Kontinenten bestehen. In einer funktionalen Analyse werden die Grundzüge von Territorialautonomie in ihrer praktischen Anwendung verglichen, typische Elemente herausgearbeitet, Erfolgsfaktoren abgeleitet und Entwicklungsperspektiven aufgezeigt. Regionalautonomie ist eine wertvolle Erfahrung politischer Organisation in einer wachsenden Zahl von Regionen. Sie bietet sich in vielen aktuellen Konfliktsituationen als zeitgemäßes Instrument der Konfliktlösung und des Minderheitenschutzes an. Das Buch bietet einen umfassenden Einblick in die Welt der autonomen Regionen nicht nur für Fachleute.