Abstract
Die Berglandwirtschaft im Alpenraum steht am Scheideweg: Die natürlichen Standortnachteile des Berggebietes schwächen sie und bedingen ihre mangelnde Konkurrenzfähigkeit auf dem europäischen Markt. Andererseits rücken Erhaltung und Pflege der traditionellen Kulturlandschaft immer mehr ins öffentliche Bewußtsein und werden als landeskulturelle Leistungen von der Gesellschaft verstärkt nachgefragt. Die vermehrte Einbeziehung des Natur- und Umweltschutzes in die Landwirtschaft liegt darum nahe. Vor diesem Hintergrund kommt den ökologisch motivierten Direktzahlungen eine besondere Bedeutung für die nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft im Alpenraum zu.#In diesem Buch werden jene rechtlichen und finanziellen Maßnahmen analysiert und interpretiert, die bisher in den Alpenstaaten zur Einführung von ökologischen Direktzahlungen ergriffen wurden. Vor- und Nachteile verschiedener Systeme werden dargestellt und daraus Empfehlungen abgeleitet, wie dieses Instrument, insbesondere im Hinblick auf die Gesamtentwicklung im Agrarbereich, seinen sinnvollen Einsatz finden kann.