Abstract
Kooperationsprojekte in der Kulturellen Bildung können Teilhabemöglichkeiten steigern. Ihr Gelingen ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Ein zentraler Faktor davon ist das Rollenverständnis der projektleitenden Akteur*innen, v.a. in multiprofessionell aufgestellten Teams. Dieses Rollenverständnis kann flexibel mit dem Ansatz transprofessioneller Zusammenarbeit so gestaltet werden, dass das Projekt nicht nur Zugänge zu Kultureller Bildung für die Schüler*innen, sondern auch professionelle Weiterbildungsmöglichkeiten für die leitenden Akteur*innen eröffnet. Anhand empirischer Daten des Forschungsprojekts Kulturkomplizen (KULKOM) werden im vorliegenden Beitrag Rollenprozesse in einem transprofessionell ausgerichteten Projekt inhaltsanalytisch untersucht. Die Daten geben Einblicke in die Handlungsspielräume eines multiprofessionellen Teams und zeigen, wie in informellen Situationen des Musizierens Sicherheit und Offenheit als sich bedingende Faktoren für die Zusammenarbeit entstehen. Sie bilden die Grundlage für die flexible Übernahme von Aufgaben und Rollen in der Projektentwicklung und -durchführung.