Abstract
Seit einiger Zeit wird ein alpenweites Netzwerk des kreativen und innovativen Austauschs angestrebt, das ein nachhaltiges Zusammen-leben, Zusammen-wirtschaften und Zusammen-gestalten fördern soll. Die sogenannten Coworking Spaces können einen Beitrag für eine inklusive und partizipative Regionalentwicklung leisten.
Netzwerke und „Communities“, die mitunter durch Coworking Spaces entstehen und unterstützt werden, fördern den sozialen Zusammenhalt, sowie kreative Inputs und innovative Lösungsansätze in der Region. Das Phänomen des „Brain-Drains“ beschäftigt zunehmend auch Südtirol. Gut ausgebildete junge Südtiroler bleiben nach dem Studium im Ausland oder wandern auf der Suche nach einer interessanten Arbeit aus. Gleichzeitig suchen jedoch Südtirols Unternehmen händeringend nach qualifizierten Fachkräften. In Coworking Spaces werden Büroarbeitsplätze sowie die Infrastruktur (Netzwerk, Drucker, Scanner, Zeitschriften, Tische usw.) zur Verfügung gestellt und eine freie, zeitlich flexible Nutzung ermöglicht. Coworking Spaces unterstützen daher die Arbeitsflexibilität, die zukünftig am lokalen und globalen Arbeitsmarkt zunehmend gefordert wird. Personen, die Coworking Spaces bisher besucht haben, sind selbstständige und flexible Arbeitsmodalitäten gewohnt, suchen den sozialen Austausch, sind international verankert und passen sich relativ rasch an neue Umgebungen und Umstände an. Dies kann auch in der durch Covid-19 bedingten Krisenzeit einige Vorteile für die lokale Wirtschaft und Gesellschaft bringen.