Abstract
Dieser Beitrag stellt eine integrative Rahmentheorie zu fachspezifischen Wir-kungsannahmen der Effektivität und Qualität im Sportunterricht vor. Dabei wird versucht, die Wechselwirkung kognitiver Aktivierung (im Sinne eines performativ-methodischen Handelns der Sportlehrperson) und kognitiver Aktivität (im Sinne der konstruktiven Tätigkeit von Schülerinnen und Schülern im Sportun-terricht) vor dem Hintergrund sportpsychologischer und bewegungswissenschaftlicher Grundlagen für fachdidaktische Überlegungen aufzubereiten. Kognitive Aktivierung im Sportunterricht wird hier als die explizite und ethisch begründete Intention der Sportlehrkraft definiert, in Lernsituationen und -prozessen eine unterstützende kognitive Aktivität bei Schülerinnen und Schülern auszulösen. Als kognitive Aktivität im Sportunterricht können alle mentalen Prozesse der Schülerinnen und Schüler bezeichnet werden, welche die Aufnahme und Verarbeitung von Informationen sowie das Abrufen und Entwickeln von Repräsentationen betreffen.