Abstract
(Politische) Partizipation, formell und informell, ist eines der fundamentalen Merkmale der Demokratie. Die Partizipation in politischen und sozialen Organisationen umschließt eine Reihe von Aktivitäten, wie Wahlbeteiligung, Mitgliedschaft in beratenden Gremien, Gewerkschaften sowie Verbänden und Vereinen gemeinsam mit Einheimischen und Migranten, Mitgliedschaft in Organisationen mit Bezug zum Herkunftsland, Formen nicht-institutionalisierter Partizipation und politischen Protests. Nie und Verba meinen damit „those legal activities by private citizens that are more or less directly aimed at influencing the selection of government personnel and/or actions they take”. Trotz dieser vordergründig positiv anmutenden Merkmale soll im vorliegenden Beitrag anhand eines Fallbeispiels veranschaulicht werden, dass nicht alle Bürgerinnen und Bürger über die notwendigen Ressourcen bzw. Voraussetzungen verfügen, um in den Genuss von informeller und/oder direkter Partizipation zu gelangen. Es wird dargestellt, welche hindernden und fördernden Faktoren auf Regierungsebene wie auf personeller Ebene zum Tragen kommen.