Abstract
Gegenstand der wissenschaftshistorischen und vergleichenden Untersuchung ist die kommunikative Praxis der Erziehungswissenschaft in der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1947 und 1990 im Spiegel von Fachzeitschriften. Im systemtheoretischen Kontext von Kommunikation und Publikation rekonstruiert sie die Entwicklung des Faches im Prozeß der seiner disziplinären Formierung. Sie analysiert zum einen das soziale Substrat, das die erziehungswissenschaftliche Kommunikation trägt, produziert und reproduziert, Zeitschriften, Autorinnen und Autoren; zum anderen untersucht sie die Entwicklungen und Veränderungen von Begriffen, thematischen Schwerpunkten und methodischen Zugriffen, die von diesen Autorinnen und Autoren mit ihren Publikationen in den erziehungswissenschaftlichen Kommunikationsprozeß eingeführt werden. International vergleichende Aspekte werden für Frankreich, Großbritannien und die USA aufgenommen. Sie zielen auf die Frage nach Divergenzen der disziplinären Entwicklung und Verfaßtheit der jeweiligen Erziehungswissenschaften in Abhängigkeit von nationalen und kulturellen Spezifika. Die Studie nutzt Verfahren der historischen Sozialforschung, der Inhalts- und der Zitationsanalyse.