Abstract
Die rätoromanischen Handschriften der Sammlung Böhmer im Berliner Bestand der Biblioteka Jagiellon´skaJagiellon´Jagiellon´ska / Universitätsbibliothek Krakau 1 L'articolo descrive il destino della famosa biblioteca retoromanza di Eduard Böhmer (1827-1906) ed i manoscritti ivi contenuti, oggigiorno conservati nella biblioteca dell'Università Iagellonica di Cracovia. Per lungo tempo si ritenne che questi manoscritti, all'epoca conser-vati nella Preußische Staatsbibliothek di Berlino, fossero stati distrutti nei bombardamenti della Seconda Guerra Mondiale. Quando verso la metà degli anni '70 dell'ultimo secolo ven-ne finalmente documentata la loro presenza nella biblioteca universitaria di Cracovia, questa informazione rimase circoscritta ad un ristretto numero di bibliotecari specializzati: a torto, perché gran parte dei manoscritti di questa raccolta sono unici oppure rarissimi, e meritereb-bero uno studio approfondito. Inoltre, la corrispondenza del Böhmer conservata nello stesso fondo a Cracovia ha permesso di identificare dei progetti di pubblicazione in ambito retoro-manzo del XIX secolo finora sconosciuti. Die Biblioteka Jagiellońska/UB Krakau bewahrt eine stattliche Anzahl (77) von rätoromanischen Handschriften auf. Diese Sammlung wieder in das Blickfeld der Rätoromanistik zu rücken, ist Ziel dieses Artikels. Lange Zeit ging man nämlich davon aus, dass die Handschriften der sogenannten «Sammlung Böhmer» der Preußischen Staatsbibliothek in den Wirren des Zweiten Weltkrieges untergegan-1 Dieser Artikel konnte nur durch die immer freundlich gewährte Unterstützung zahlreicher Kolleginnen und Kollegen entstehen, denen hiermit auf das Herzlichste gedankt sei: Dr. Monika Jaglarz (Leiterin der Handschriftenabteilung der Biblioteka Jagiellońska/UB Krakau); Dr. Ro-man Sosnowski (Institut für Romanistik der Universität Krakau, er hat uns auf die rätoromani-schen Manuskripte hingewiesen und für uns einige unsichere Lesearten überprüft); Dr. Giorgio Cadorini (Institut für Italianistik/Latinistik der Universität Opava/Mährisch Troppau, er stellte für uns die Kontakte zur Biblioteka Jagiellońska/UB Krakau her) sowie Juliana Tschuor und Nadia Caduff (Dokumentalistinnen des DRG) für die große Hilfe bei der Identifizierung jener Texte aus der Sammlung, die bereits ediert sind. Weitere Informationen erhielten wir freund-licherweise von Prof. Dr. Eef Overgaauw (Leiter der Handschriftenabteilung Staatsbibliothek zu Berlin/Preußischer Kulturbesitz, bezüglich des Schicksals der Sammlung); Michaela Scheibe (Abteilung historische Drucke der Staatsbibliothek zu Berlin/Preussischer Kulturbesitz, bezüg-lich des Erwerbs der Sammlung); Dr. Robert Giel (Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin/Preussischer Kulturbesitz, bezüglich Ms. raetorom. oct. 39 und 40), Dr. Roland Sila (Bibliothek des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum, bezüglich Ms. raetorom. fol. 20, 7), Hans-Peter Schreich (Müstair) und Gion Tscharner (Zernez, bezüglich N58) sowie von Prof. Dr. Al-fredo Stussi (Scuola Normale Superiore Pisa, bezüglich Ascoli 1877). Ein besonderer Dank gilt Herrn Kuno Widmer vom DRG, der unser fertiges Manuskript kritisch gegengelesen und noch in zahlreichen Punkten verbessert hat. Im Folgenden wird «Rätoromanisch» durchgehend im Gartner'schen Sinn verwendet; die einzelnen Teilgebiete werden als Bündnerromanisch, Noce-romanisch, Dolomitenladinisch und Friaulisch spezifiziert.