Abstract
Die Körperfarbe der Mehrheit der für Südtirol bekannten Regenwürmer kann als braun, grau oder violett/rosa beschrieben werden. Als Ausnahme gilt der Grüne Regenwurm – auch Smaragdgrüner Regenwurm genannt – Aporrectodea smaragdina (Rosa, 1892, syn. Allolobophora smaragdina), der ab einem Alter von zwei Jahren durch eine hell- bis smaragdgrüne Färbung ausgezeichnet ist. Jungtiere können in der Körperfarbe abweichen und violett bis grau erscheinen. Im Tageslicht und im fixierten Zustand verringert sich bzw. verschwindet die grüne Farbe. Der Grüne Regenwurm erreicht eine Körperlänge von bis zu 80 mm (Zicsi 1994) und ist ein Hermaphrodit, die Übertragung der Samen erfolgt also simultan zwischen zwei sich paarenden Regenwürmern. Die leicht variable Position des Clitellums wird vom 24., 25.-33. Körperring beschrieben (Zicsi 1994). Die Habitate von A. smaragdina sind vielfältig; die Art bevorzugt Totholz in feuchten Wiesen, Waldböden und Weiden sowie an Flussufern (Szederjesi & Csuzdi 2012) und im Gebirge schwarze Rendzinas (Seewald 1980). Sie zeigt eine dinarisch-alpische Verbreitung und wurde in Italien, im Westen Österreichs, Bayern, Polen und zahlreichen Balkanländern nachgewiesen (Szederjesi & Csuzdi 2012, Stojanović & Milutinović 2013). In Südtirol-Nähe wurde sie v.a. im Kaisergebirge nahe Kufstein und St. Johann i. T. (Tirol) und in den südöstlichen Kalkalpen nachgewiesen (Tab. 1, Abb. 1).